Den Bestand ausbauen

Um dem zunehmenden Verkehr Rechnung zu tragen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen, könnte die Sonderbucher Steige auch ausgebaut werden. Dafür gibt es gleich mehrere Möglichkeiten.

Welche sozialen, ökologischen und ökonomischen Vor- und Nachteile die Ausbauvarianten bringen, können wir erst nach dem Ende der Bestandsaufnahme seriös einschätzen.

Variante V0.2

Ausbau auf 6 m Fahrbahnbreite mit Kurvenaufweitungen

Bei dieser Variante würde die Kreisstraße von derzeit 5,5 m auf 6,0 m verbreitert werden. Für die Erhöhung der Verkehrssicherheit kämen Aufweitungen in den Kurvenbereichen hinzu. Fahrzeuge, Busse und Lastkraftwagen kämen so besser aneinander vorbei.

Für Radfahrerinnen und Radfahrer verändert sich durch diesen geringen Ausbau nichts.

Die beschädigten Hangbauwerke würden aber nicht nur oberflächlich saniert, sondern auf einer Länge von etwa 620 m durch Stützbauwerke mit einer Höhe von 1 bis 6 m ersetzt ersetzt.

Variante V0.3

Ausbau auf 6 m Fahrbahnbreite mit Kurvenaufweitungen und beidseitigen Banketten

Diese Variante unterscheidet sich von V0.2 darin, dass auf beiden Seiten der Fahrbahn Bankette angelegt werden. Diese erlauben eine kontrollierte Ableitung des Hangwassers und verhindern unkontrollierte Ausschwemmungen, wie sie bei starkem Regen häufig vorkommen. Zudem treffen Geröll und Steinschlag nicht mehr direkt auf die Straße.

Die Bankette würde die Verkehrssicherheit noch einmal erheblich verbessern. Die Stützwände hätten eine Höhe von bis zu 7 m.

Variante V0.4

Ausbau auf 6 m Fahrbahnbreite mit Kurvenaufweitungen und beidseitigen Banketten einschließlich eines Geh- und Radwegs

Hier würde der Ausbau, der in Variante V0.3 beschrieben wird, um einen Geh- und Radweg von 2,5 m Breite ergänzt. Ein Randstein und ein 1,25 m breiter Schutzstreifen mit Schutzplanke trennen den Weg aus Sicherheitsgründen von der Straße. In einem Abstand von 0,25 m sichert ein Geländer den Weg zu der steil abfallenden Talseite hin ab.

Durch diese Variante würde sich die Verkehrssicherheit für alle Beteiligten enorm erhöhen. Allerdings wären dafür massive Eingriffe in das Gelände nötig, da die Kronenbreite der Straße auf insgesamt 11 m anwächst. Zudem wären auf einer Länge von 1.300 m Stützbauwerke mit einer Mindesthöhe von 4 m nötig.