Die Bestandsaufnahme

Die Sonderbucher Steige ist nicht nur ein altes, sondern auch ein komplexes Bauwerk. Das Gelände am Albtrauf ist bewaldet, steil und geologisch anspruchsvoll. Deshalb war eine umfassende Bestandsaufnahme notwendig, bevor über die Zukunft der Verbindung entschieden werden konnte. 

Sonderbucher Steige

Alle Bauwerke im Landkreis werden regelmäßig von Fachleuten geprüft. Dabei werden insbesondere Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit der Konstruktionen bewertet. Bei der Sonderbucher Steige war aufgrund des Alters, der Hanglage und der sichtbaren Schäden eine besonders gründliche Untersuchung erforderlich.


Neben den regulären Prüfungen wurden daher weitere Begutachtungen und objektbezogene Schadensanalysen durchgeführt. Dazu gehörten auch vertiefende Erkundungen, um Aufbau, Zustand und Gründung der Bauwerke besser beurteilen zu können. Diese Untersuchungen waren wichtig, um die tatsächlichen Schäden zu erfassen, ihre Ursachen zu bewerten und die Möglichkeiten für eine dauerhafte Lösung fachlich belastbar zu prüfen.

Die Ergebnisse dieser Untersuchungen bildeten eine wesentliche Grundlage für die Variantenprüfung, die Planungswerkstatt, die technische Ausarbeitung der gewählten Lösung sowie das Baurechtsverfahren.

Sonderbucher Steige

Was wurde untersucht? 

Im Mittelpunkt der Bestandsaufnahme standen insbesondere:

  •  der Zustand der beiden Hangbauwerke, 
  •  die Standsicherheit und Dauerhaftigkeit der Konstruktionen, 
  •  die Gründung der Bauwerke im Hang, 
  •  die Verkehrssicherheit der bestehenden Straße, 
  •  die Auswirkungen auf Natur, Landschaft und Gewässer, 
  •  die technische Machbarkeit unterschiedlicher Varianten, 
  •  die Kosten und Risiken möglicher Lösungen. 


Die Untersuchungen zeigten, dass der Zustand der Hangbauwerke erheblichen Handlungsbedarf auslöst. Die Bauwerke können nicht einfach unverändert weiterbetrieben werden. Deshalb sieht die nun beschlossene Maßnahme den Neubau der beiden Hangbauwerke vor.

Von der Bestandsaufnahme zur Entscheidung

Die Bestandsaufnahme war ein zentraler Schritt im gesamten Planungsprozess. Sie diente nicht nur der technischen Bewertung der bestehenden Bauwerke, sondern auch als Grundlage für die Abwägung verschiedener Varianten.


Auf Basis der Untersuchungsergebnisse wurden unterschiedliche Möglichkeiten geprüft und mit der Raumschaft diskutiert. Dazu gehörten der Erhalt der bestehenden Verbindung, ein Ausbau beziehungsweise Neubau im Bestand sowie alternative Trassenführungen.

Im weiteren Verfahren wurde die Lösung konkretisiert: Die Sonderbucher Steige soll im Bestand saniert werden. Möglich wurde dies unter anderem durch die Umstufung der früheren Kreisstraße K 7406 zur Gemeindestraße zum 1. Januar 2024. Wesentlicher Bestandteil der Maßnahme ist der Neubau der beiden Hangbauwerke durch den Landkreis.